Der Ort Negast

Als im Jahr 1233 das Zisterzienser-Kloster Neuenkamp in Franzburg gegründet wurde, bestand der Ort Nigas bereits, welcher heute Negast heißt. Bis Ende des 2.Weltkrieges war der Ort noch durch eine Bahnverbindung sowohl von Stralsund als auch von Tribsees über Franzburg und Richtenberg aus erreichbar. Ausgehend vom Bahnhof am Penniner Damm oder den Haltepunkt an der Gaststätte Jagdhof kamen damals schon viele Stralsunder zur Erholung in unser Dorf und in die schöne Umgebung. Der Bahndamm wurde Anfang der 90-er Jahre mit öffentlicher Förderung zum Radweg umgestaltet und ist so Bestandteil des überregionalen Radweges geworden.

Zum Landkreis Nordvorpommern gehörend bildet Negast zusammen mit den Orten Steinhagen und Krummenhagen die Gemeinde Steinhagen und wird vom Amt Niepars verwaltet. Historisch ist Negast entstanden aus den Orten Seemühl, Pennin und Negast. Die Gemeinde Steinhagen kann auf eine sehr erfolgreiche Entwicklung im letzten Jahrzehnt zurückblicken. So vergrößerte sich die Einwohnerzahl in der Gemeinde von 1168 Einwohnern im Jahre 1990 auf nunmehr ca. 3000 Einwohner. Dabei hat sich Negast zu einem besonders guten Wohnstandort entwickelt. Heute leben hier in vielen neuentstandenen Wohngebieten allein 2000 Einwohner, die aus allen Teilen der Bundesrepublik Deutschland zu uns gekommen sind.

Negast liegt ca. 4 km südlich von der Hansestadt Stralsund entfernt an der gut ausgebauten Bundesstraße 194, die weiter in Richtung unserer Kreisstadt Grimmen zur A 20 führt. In Steinhagen zweigt eine Landestraße in Richtung Rostock über Richtenberg und Tribsees zur A 20 ab.

Geologisch gesehen findet man in der Umgebung flache Grundmoränenlandschaft mit einzelnen Sandlinsen und Söllen (kleine Teiche) vor. Die Landschaft wird außerdem vom hohen Grundwasserstand bestimmt. Der Ort wird im Südosten vom Naturschutzgebiet "Krummenhagener See" und im Nordwesten vom Naturschutzgebiet "Borgwallsee" umgeben. Letzterer ist übrigens einer der letzten Seen Deutschlands mit duchgehend unbebautem Ufer. In diesen Naturschutzgebieten haben sich bis heute viele seltene Pflanzen und Tiere erhalten.

Neben diesen beiden Naturschutzgebieten lädt insbesondere der Penniner Forst mit abwechslungsreichen Nadel- Misch- und Laubwäldern zu ausgiebigen Spaziergängen und Radtouren ein. Negast erreicht man übrigens sehr gut über den überregionalen asphaltierten Radweg, der von Tribsees über Richtenberg kommend nach Stralsund führt. Von da aus gelangt man dann weiter über den Rügendamm zur größten Insel Deutschlands, der Insel Rügen, die zu allen Jahreszeiten wegen ihrer Naturschönheiten besuchenswert ist.

Für das leibliche Wohl sorgen mehrere gastronomische Einrichtungen im Ort, wie z.B. der bereits zu Zeiten der DDR existierende und schon damals gut besuchte Jagdhof . Außerdem sind mehrere Hotels und Pensionen in Negast anzutreffen. An der Kreutzung Hauptstraße-Penniner Damm ist ein NETTO-Supermarkt mit Bäcker vorhanden. Außerdem gibt es die Einkaufs- und Freizeiteinrichtung "SEE". Am Birkenweg im Wohngebiet Wendorfer Weg befindet sich darüber hinaus noch ein kleines Einkaufszentrum mit Bäcker, Cafe, Fleischer und ein Blumenladen in der Nähe. In Krummenhagen, nur wenige hundert Meter von der Hauptstraße in Seemühl entfernt, ist außerdem über den Krummenhagener Weg noch die Gaststätte "Rumpelstilz" zu erreichen. Dort gibt es unter Anderem selbstgebrautes Bier.

Mitten im Ort liegt die ehemalige Grundschule, in deren Gebäude auch ein Raum für den Jugendclub und ein Gemeinderaum für das Vereinsleben integriert sind. Dort trifft sich unter anderem der Seniorenclub Negast regelmäßig. Gleich daneben auf dem ehemaligen Sportplatz wurden 2007 die "Uwe Brauns" Sporthalle und ein Feuerwehrgebäude fertiggestellt. An der Hauptstraße, gegenüber der ehemaligen Grundschule, liegt das Alters- und Pflegeheim "Emmaus". Eine Zahnarztpraxis, eine Arztpraxis und eine Apotheke mit Postraum sind ebenfalls im Ort. Außerdem ist ein Kindergarten mit Kinderkrippe am Penniner Damm vorhanden.